Klaus Paier akkordeon

Asja Valcic cello


Zeitlose, intensive, wohltuende Musik, von der man nicht genug bekommen kann. (Jazzpodium)

Und deshalb freuen wir uns ganz besonders, Klaus Paier und Asja Valcics neues Album ankündigen zu dürfen. Nach der Erfolgs-CD „Silk-Road“ bezaubert uns das Duo nun aufs Neue mit dem kunstvollen Zusammenspiel von Akkordeon und Cello. Dabei stehen neben Arrangements von Bach, Strawinsky und Piazzolla noch nie gehörte Eigenkompositionen der beiden Musiker auf dem Programm. Die funkensprühende Allianz begann vor über 10 Jahren: Genug Zeit, um mit sich einen ganz eigenen Platz in der Jazz- und Weltmusikszene zu erspielen. Neugier und Mut sind die herausragenden Tugenden, die hinter diesem Erfolg stehen. Die Suche nach dem perfekten Klang von Akkordeon und Bandoneon hat Klaus Paier zu einer völlig eigenen und einzigartigen Spieltechnik geführt, die sein Instrument atmen lässt, ihm Raum verschafft – und ihm damit konkurrenzlose stilistische wie improvisatorische Freiheit verschafft. Aber auch Asja Valcic steht dem in keinster Weise nach: Mit „sagenhaftem Variantenreichtum“ spielt sie ihr „Cello, das wie ein Kontrabass marschieren kann“ (Kultur Spiegel).

In Kombination schaffen diese Ausnahmemusiker „eine eigenwillige Schönheit, zu der uns alle Vergleiche fehlen. Energisch atmende Kammermusik, in der Komposition und Improvisation faszinierend verlinkt sind“ (FAZ) - und dabei südamerikanische und osteuropäische Klänge mit Balladen und Blues zu einem unverwechselbaren, in sich völlig homogenem Klangbild vereint. Bereits für das erste Album „A Deux“ überschlugen sich die Kritiker – „Eurojazz vom Besten“ (SPIEGEL),

Auszeichnungen zum Beispiel als „CD des Monats“ in Audio und Fono Forum folgten. Mit dem Nachfolger „Silk Road“, „ein mit ansteckendem Enthusiasmus gespieltes Meisterwerk“, (Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft) fand diese Erfolgsgeschichte 2013 ihre Fortsetzung.

Auch ihr internationales Format bewies das Duo auf Tourneen in Frankreich, Spanien, USA, Israel, Russland und zuletzt Japan, wo sie mit ihrer außergewöhnlichen Bühnenpräsenz jedes Publikum überzeugen: „Hinzu kommt die in vollen Zügen ausgelebte und im höchsten Maße ansteckende Spielfreude der beiden, die binnen kürzester Zeit den Funken überspringen lässt und das Dargebrachte zu einem wirklich mitreißenden und höchst unterhaltsamen Hörerlebnis werden lässt.“ (Michael Ternai, Music Austria). Sie ist Ergebnis der harmonischen, sich immer noch intensivierenden Zusammenarbeit zweier abenteuerlustiger Klangraumforscher, die jeder für sich ihr Instrument auf unvergleichliche Weise beherrschen und sich dabei perfekt ergänzen.

Klaus Paier – Vita
Klaus Paier, österreichischer Akkordeonist und Komponist, studierte am Konservatorium in Klagenfurt Akkordeon, Jazz und Komposition. Er wandte sich rasch auch anderen Genres vom Tango und der Weltmusik bis hin zum Jazz zu, um sie zu einem unverwechselbaren eigenen Stil zu verschmelzen. Immer auf der Suche nach der größtmöglichen Gestaltungsfreiheit, tat und tut er dies in den unterschiedlichsten Besetzungen und Akzentuierungen: seit 1997 vor allem im eigenen Trio mit Stefan Gfrerrer am Bass und Roman Werni am Schlagzeug, im Duo mit der kroatischen Cellistin Asja Valcic und dem Saxophonisten Gerald Preinfalk, wie auch mit dem radio.string.quartet.vienna.

Als erster österreichischer Akkordeonist erhält Klaus Paier 2011 in Moskau den "Silver Disc Preis" - eine Auszeichnung für Akkordeonisten und ihre aussergewöhnlichen Leistungen für das Instrument. Seine Cds "Movimiento" und "Live" wurden für den österreichischen Musikpreis, den "Amadeus Award", nominiert.

Internationale Tourneen führten Klaus Paier durch Österreich, Deutschland, Schweiz, Liechtenstein, Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Polen, Tschechien, Slowakei, Litauen, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Ungarn, Rumänien, Moldawien, Dänemark, Schweden, Russland, Ägypten, USA, Kanada, Algerien, Vietnam, Israel, Marocco und Japan.

 

Asja Valcic: Virtuose Grenzgängerin

Außerhalb der Klassik‐Welt führt das Cello eine wohlklingende, aber weitgehend unauffällige Existenz. Vor diesem Hintergrund nimmt die Cellistin Asja Valcic in der europäischen Musikszene eine herausragende Position ein. Denn sie hat sich mit ihrem Instrument nach vorne gespielt, indem sie ihr musikalisches Vokabular kontinuierlich erweitert und die engen Genregrenzen durchlässiger gemacht hat. Das von ihr mitbegründete radio.string.quartet.vienna (seit 2004) sowie das Duo mit dem österreichischen Akkordeonisten und Komponisten Klaus Paier (2009) stehen gleichermaßen für stilistische Grenzgänge, die international hohe Anerkennung finden. Die gebürtige Kroatin arbeitet als Arrangeurin, Komponistin sowie Dozentin.

„Als eine Musikerin, die in der Kammermusik groß geworden ist, eignet sich Asja Valcic den Jazz mit nachdrücklicher und ungewöhnlicher Vititalität an“, wie es in einer Kritik im britischen GUARDIAN heißt. „Aus Valcics Cello entströmt vom wuchtigen Basspizzicati bis zum wispernden Flageoletti alles, was sich mit Fingern und Bogen den Saiten entlocken läßt“, schreibt die BADISCHE ZEITUNG. „Sie ist eine mit allen, auch teuflischen, Spielwassern gewaschene Instrumentalistin“, hebt das Kulturmagazin MIKADO (Hessischer Rundfunk) hervor.

Asja Valcic, Jahrgang 1967, schloss als hochbegabte Schülerin mit 18 Jahren die Musikakademie in ihrer Heimatstadt Zagreb ab. Danach folgten Studien an dem Tschaikowsky Konservatorium in Moskau und an der Hochschule für Musik in Detmold. Sie hat als Solistin u.a. unter Zubin Mehta und Kazushi Ono gespielt, zu ihren Kammermusikpartnern zählten Mitglieder bedeutender Ensembles wie des Alban Berg, Brodsky und Melos Quartett. 1995 wurde sie in Frankreich Gewinnerin des „Concours international de jeunes concertistes de Douai“.

Parallel zu ihren Engagements und Aufnahmen im Klassik‐Fach hat sich Asja Valcic zunehmend der Improvisation und neuen Ausdrucksformen für ihr Instrument zugewandt. Das radio.string.quartet.vienna, in dem Valcic neben Bernie Mallinger (Violine), Igmar Jenner (Violine) und Cynthia Liao (Viola) spielt, wird als innovative Formation im Non‐Classical‐String‐ Quartet‐Genre gefeiert. Bislang sind sechs CD‐Einspielungen auf dem weltweit erfolgreichen Jazz‐Label ACT MUSIC erschienen. Das breit gefächerte Repertoire umfasst Rock und Jazz genauso wie Neue Musik und experimentelle Soundcollagen. Valcic interpretiert das Cello als vielfältiges Rhythmus‐Instrument und prägt die Ensemblearbeit durch ihre Arrangements maßgeblich mit. Ihr kompositorisches Schaffen reicht vom groovigen Pop‐Song „Fancy Nancy“, der durch die schwedische Sängerin Rigmor Gustafsson bekannt geworden ist, bis zur klangmalerisch von der Klassik geprägten „One Night in Vienna“ auf dem jüngsten Album

„Radiodream“.

Mit dem Akkordeonisten und Bandeonspieler Klaus Paier bildet Asja Valcic seit einigen Jahren ein kongeniales Duo, das mit seiner für Cello und Akkordeon/Bandeon komponierten Musik ein eigenes Genre geschaffen hat – gespeist aus stilistisch höchst unterschiedlichen Einflüssen und umgesetzt mit beeindruckender Virtuosität. „Valcics Spiel klingt in seiner Fülle manchmal wie ein komplettes Streichquartett, dann aber auch sehr jazztypisch, wenn die Cellistin ihr Instrument rhythmisch einsetzt, es mal zupft, es wie einen Perkussionskörper behandelt oder virtuos mit dem Bogen bearbeitet“, urteilt das Magazin JAZZPODIUM. Das Duo hat bislang zahlreiche Konzerte und Festivals in aller Welt absolviert. Nach ihrem hoch gelobten Debüt „À Deux“ (ACT Music, 2009) wird im Jahr 2012 ein neues Album aufgenommen.

Asja Valcic hat sich auch als Dozentin einen Namen gemacht – u.a. in Kroatien, Deutschland, England, Japan und Italien.